Branntkalk CaO 92% — Basischer Flussbildner für Schlackebildung und Entschwefelung
Hochreaktiver Branntkalk CaO ≥92% für BOF- und EAF-Schlackebildung, Entschwefelung und Phosphorentfernung. Kontrollierte Körnung und niedriger Schwefelgehalt.
Metallurgischer Flussspat CaF₂ ≥75–97 % zur Schlackeflüssigkeitskontrolle in EAF, BOF und Pfannenofen. Verbessert Schlackekinetik, Entschwefelung und Entphosphorung.
Flussspat (Calciumfluorid, CaF₂) ist das wirksamste Schlackeverflüssigungsmittel in der Stahlerzeugung und Sekundärmetallurgie, eingesetzt in geringen, aber metallurgisch kritischen Zugaben, um Viskosität, Liquidus und Reaktivität der Schlacke zu steuern. Obwohl er kein Metall in den Stahl einbringt — seine Rolle ist rein physikochemisch in der Schlackenphase — hat Flussspat einen überproportionalen Einfluss darauf, wie schnell und wie vollständig die Schlacke ihre Kernaufgaben Schwefel- und Phosphorentfernung sowie Wärmeübertragung an den Lichtbogen erfüllt. Aus Flussspaterz (Fluorit) durch Brechen, Sieben und Aufbereitung gewonnen, wird metallurgischer Flussspat bei CaF₂-Gehalten ab 75 % geliefert, in Stück- und Kieskörmungen passend zur Beschickungspraxis.
Die bestimmende Eigenschaft von Flussspat ist seine Fähigkeit, Schmelzpunkt und Viskosität kalkreicher Schlacken schon bei sehr geringen Zugaberaten drastisch zu senken. Im Konverter, Lichtbogenofen und Pfannenofen muss die Schlacke einen hohen CaO-Gehalt tragen, um die für Entschwefelung und Entphosphorung erforderliche Basizität zu liefern — doch kalkreiche Schlacken sind zähflüssig, feuerfest und langsamlöslich. Eine kleine Flussspatzugabe, oft nur wenige Kilogramm pro Tonne Stahl, bricht das Calciumsilikatnetzwerk der Schlacke, senkt ihren Liquidus und verdünnt ihre Viskosität. Die verflüssigte Schlacke löst Branntkalk-Zugaben rasch, entwickelt eine große Schlacke-Metall-Grenzfläche und lässt die Entschwefelungsreaktion (CaO + S → CaS + O) und die Entphosphorung nahe ihren thermodynamischen Grenzen ablaufen statt durch trägen Stofftransport limitiert zu sein.
Im EAF spielt Flussspat eine zweite Rolle: Schaumschlackestabilität. Eine Schaumschlacke bedeckt den Lichtbogen, schirmt die Feuerwände vor Strahlung ab und überträgt mehr Lichtbogenwärme in das Bad. Im Pfannenofen (LF) ist Flussspat ein Schlüsselbestandteil synthetischer Schlacken, kombiniert mit Kalk, Raffinierschlacke und Tonerde für hochbasische, niedrigviskose, FeO-arme Schlacken, die Tiefentschwefelung auf Schwefelgehalte unter 0,005 % für hochwertige Rohr- und Schmiedestähle treiben.
Die metallurgische Wirksamkeit steht außer Frage, doch erfordert der Einsatz disziplinierte Kontrolle zweier Nachteile. Erstens der Feuerfestangriff: Die Flusswirkung ist nicht selektiv und greift auch Magnesia-Kohle- und hochtonerdehaltige Auskleidungen. Übermäßiger Flussspat kann die Feuerfeststandzeit so sehr verkürzen, dass der Nutzen aufgewogen wird. Moderne Praxis setzt die minimale Zugabe ein, oft mit Abdeckmitteln und Raffinierschlacke, um die CaF₂-Abhängigkeit zu senken. Zweitens der Umweltaspekt: Fluorschlacken unterliegen Wiederverwendungs- und Entsorgungsbeschränkungen, und gasförmige Fluoremissionen sind im Abgassystem zu erfassen.
Flussspat ist also ein Präzisionswerkzeug — in kleinen, kontrollierten Gaben. Unser metallurgischer Flussspat wird bei CaF₂ ≥75 % (sowie saure Qualität ≥90–97 %), niedrigem Schwefel (≤0,05 %) und in Stück (10–60 mm) und Kies (0–10 mm) geliefert. Konsistente Körnung ist entscheidend: Feines fluidisiert zu schnell und geht im Abgas verloren; Überkorn löst sich zu langsam. Zertifizierter CaF₂-Gehalt je Sendung erlaubt Dosierung auf die minimal wirksame Zugabe. Für den Einkauf wird Flussspat durch drei Parameter definiert: zertifizierter CaF₂-Gehalt bei kontrollierter Kieselsäure und niedrigem Schwefel; auf die Beschickung abgestimmte Körnung; sowie Liefertreue.
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Hochreaktiver Branntkalk CaO ≥92% für BOF- und EAF-Schlackebildung, Entschwefelung und Phosphorentfernung. Kontrollierte Körnung und niedriger Schwefelgehalt.
Vorgeschmolzene synthetische Raffinationsschlacke mit optimierter CaO-Al2O3-SiO2-CaF2-Chemie für hocheffiziente Entschwefelung, Entphosphorung und Einschlussabsorption in der Pfannenmetallurgie. Konstruiert für schnelle Schlackenbildung und gleichbleibende Raffinationsleistung.
Thermisch isolierendes Abdeckmittel, das eine schützende Schicht über flüssigem Stahl in Gießpfannen und Verteilern bildet. Verhindert Wärmeverlust, atmosphärische Reoxidation und Stickstoffaufnahme und absorbiert gleichzeitig aufsteigende Einschlüsse von der Stahloberfläche.